„Lange Nacht der BürgerInnenrechte“
Was braucht Ihr? Was muss vorbereitet werden?
Wenn ihr Lust habt eine Filmnacht zu organisieren, gibt es für euch mehrere Möglichkeiten, je nach euren Kapazitäten. Die einfachste Möglichkeit ist es, mit einem örtlichen Kino zu kooperieren. Mit dem Kino macht ihr dann aus, welche(n) Film(e) ihr zeigen möchtet, klärt ab, wie viele Menschen ihr erwartet, welchen Kinosaal ihr gerne hättet und natürlich müsst ihr auch über die Kosten eurer Aktion verhandeln. Am besten macht ihr euch vorher eine Liste, was ihr alles brauchen könntet und klärt alles vorher mit dem Kino ab. Ein Mikrofon zum Beispiel kann wichtig sein, wenn ihr die Veranstaltung eröffnet und die Leute begrüßen wollt.
Die Angebote und auch der Kooperationswille der KinobetreiberInnen sind von Kino zu Kino sehr unterschiedlich. Am besten fragt ihr mal direkt bei einem Kino in eurer Nähe nach und holt euch Angebote ein. Ihr könnt aber auch einfach mit Hilfe eines Beamers (den ihr bei uns gegebenenfalls ausleihen könnt) einen Film in einem angemieteten Raum oder in dem Büro „eurer Altgrünen“ zeigen. Dies ist sicherlich die kleinere und günstigere Variante im Vergleich zur Anmietung eines Kinosaals. Allerdings habt ihr hier dann das Problem, dass ihr euch selber um die Filmlizenzen kümmern müsst.
Es gibt so genannte „nichtgewerbliche Lizenzen“. Die sind zwar günstig, kommen für euch aber eher nicht in Frage, wenn ihr Werbung für eure Aktion machen möchtet – was dann nämlich verboten ist! Falls ihr die Filmtitel allerdings nicht bewerben wollt, könnt ihr diese Lizenzen verwenden. Sie kosten etwa 20 Euro: www.filmothek-nrw.de. Allerdings ist auch die Auswahl an Filmen eher beschränkt.
Eine andere Möglichkeit ist, direkt beim Rechteinhaber eine Lizenz zu erwerben. Ihr müsst dazu beim Filmverleih (also der Produktionsfirma) nachfragen, genauso, wie es die Kinobetreiber tun. Dies ist ziemlich aufwendig und nicht alle Filmverleiher geben Lizenzen für DVD-Beamer-Vorführungen heraus.
Nun müsst ihr euch natürlich entscheiden, welche(n) Film(e) ihr zeigen möchtet. Es gibt haufenweise Filme, welche die Themen BürgerInnenrechte, Freiheit und Sicherheit thematisieren. Um euch die Suche zu erleichtern, können wir euch drei Filme empfehlen, dir ihr (praktischerweise :-)) auch bei uns als DVDs ausleihen könnt:
- „1984“: Die Vision der totalen Überwachung; nach dem gleichnamigen Buch von Georg Orwell. (Wikipedia dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(1984) - „Ausnahmezustand“: Thematisiert 1998 bereits das 11. September-Attentat; mit Denzel Washington, Annette Bening und Bruce Willis (wieder Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausnahmezustand_(Film) - „Das Leben der Anderen“: Diesmal eine Reise in die Vergangenheit: Die packende Darstellung der Überwachungsmethoden der Stasi in der DDR (ein letztes mal Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Leben_der_Anderen )
Ihr solltet für euch vorher das Ziel dieser Filmnacht festlegen. Soll es eher ein informativer Abend in kleinem Rahmen oder eine große, öffentlichkeitswirksame Veranstaltung sein? Falls letzteres euer Ziel ist, ist es für den Erfolg der Aktion wichtig möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, zu eurer Filmnacht zu kommen.
Um das zu erreichen ist eine gute Werbung entscheidend. Fragt zum Beispiel bei eurem Kino nach, ob ihr Plakate mit Werbung für die Filmaktion im Kino aufhängen könnt. Die Erfahrung zeigt, dass das einige Leute anspricht. Ebenfalls solltet ihr in jedem Fall eine Pressemitteilung für die lokalen Redaktionen (Zeitung, Radio, Lokalfernsehen, ...) herausgeben, und so Werbung für die Filmnacht machen. Eine Musterpressemitteilung für Aktionen findet ihr
hier.
Optional könnt ihr natürlich auch Flyer verteilen oder Plakate aufhängen um so noch mehr Leute anzusprechen. Flyer, Postkarten, Aufkleber und vieles mehr zu unserer Kampagne könnt ihr bei uns im Shop bestellen. Idealerweise verbindet ihr die Werbung für die Kinoaktion mit einer Straßenaktion
zur Kampagne.
Für die Aktion selbst ist es sehr wichtig ausreichend (Info-)Material für die BesucherInnen dabei zu haben. Um den Vorführungssaal etwas zu verschönern, könnt ihr euch auch unseren Kampagnenbanner ausleihen (bitte früh genug bei uns nachfragen!).
Bitte sagt uns doch bescheid, wenn ihr eine Filmnacht plant. Wir würden diese nämlich gerne auf unserer Kampagnenwebsite ankündigen und Werbung dafür machen.
Wie verläuft die Aktion?
Zum Ablauf der Aktion machen wir euch einen Vorschlag. Den könnt ihr aber natürlich nach Belieben ändern:
1. Begrüßung
Begrüßt die anwesenden BesucherInnen, stellt eure Grüne Jugend kurz vor und sagt kurz, warum ihr diese Aktion macht.
2. Zeigen des 1. Films
3. Kurzer Input zum Thema
Es ist sinnvoll, wenn ihr einen Punkt einbaut, an dem ihr die anwesenden BesucherInnen informiert und ihnen einen kurzen Input in das Thema und aktuelle Entwicklungen gebt. Viele haben zwar bestimmt schon von Onlinedurchsuchung, Videoüberwachung und so gehört, sind sich aber oft nicht sicher, was das alles genau für sie und ihre Freiheit bedeutet. Hierbei könnt ihr natürlich auch ReferentInnen einladen, die sich mit dem Thema gut auskennen.
Oliver Keymis (grüner Landtagsabgeordneter und Regisseur) lässt euch beispielsweise ausrichten, dass er sehr gerne kommen würde, wenn ihr in größerer Runde einen Film zeigt.
4.Zeigen des 2. Films
Viel Erfolg und berichtet uns doch von eurer Aktion und eurem Erfahrungen!
