Überwachungskameras
Bei dieser Aktion soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass heutzutage, ob wir es wollen oder nicht, unsere Privatsphäre ständig beschnitten wird und wir unter Dauerbeobachtung stehen. Wir nehmen die Vielzahl der Videoüberwachungskameras um uns herum im Alltag nicht mehr wahr, da wir uns an ihren Anblick gewöhnt haben. Wir wollen hiermit darauf aufmerksam machen, dass jede und jeder Einzelne von uns gegen unseren Willen gefilmt wird.
Um die Leute auf euer Anliegen aufmerksam zu machen, könnt ihr aus Schuhkartons und Klopapierrollen, die ihr vorher schwarz angemalt habt, Kameras basteln, indem ihr in den Schuhkarton einfach ein Loch schneidet und die Klopapierrolle da durch steckt. Innen müsst ihr die Rolle nur noch einschneiden und die Ecken mit Klebeband befestigen.
Wenn ihr wollt, könnt ihr vorne noch eine Linse aus Plastikfolie andeuten. Ihr könnt eure Kamera natürlich auch noch mit den verschiedensten Knöpfen, Reglern oder Anzeigen – aus Pappe oder aufgezeichnet – versehen. Die fertigen Kameras könnt ihr anschließend an einem Holzstab befestigen, so dass ihr sie sichtbar tragen könnt.
Eure „mobilen Kameras“ könnt ihr jetzt dazu benutzen, den PassantInnen hinterherzulaufen und sie zu „filmen“.
Am besten wäre es, diese Aktion auf einem ohnehin videoüberwachten Platz (in Bielefeld, Düsseldorf, Mönchengladbach oder Coesfeld gibt es solche) zu veranstalten, da ihr dann die PassantInnen, die euch eventuell ansprechen, was diese Filmerei den solle, darauf aufmerksam machen könnt, dass sie sowieso ständig gefilmt werden.
Ihr könnt die Kameras aber auch aufstellen, so dass die BürgerInnen durch eure „kameraüberwachte Zone“ gehen müssen, wo ihr ihnen am Ende Flyer in die Hand drücken könnt, um sie auf die permanente Videoüberwachung aufmerksam zu machen.
Die Intention hinter einer Verfolgung mit Kameras oder dem Bau eines „Kameratunnels“ ist es, den BürgerInnen das unangenehme Gefühl des „ständig-beobachtet-Seins“ zu vermitteln und sie dadurch für das Thema zu sensibilisieren.
